Mittwoch, 18. April 2018

Buchrezension: Lisa Jewell - Der Fremde am Strand

Lisa Jewell

Der Fremde am Strand


Inhalt:

An einem stürmischen Frühlingstag findet die alleinerziehende Mutter Alice am Strand vor ihrem Cottage einen Mann. Er erinnert sich weder, wie er dort hingekommen ist, noch, wie er heißt. Obwohl sie normalerweise keine mysteriösen Fremden bei sich aufnimmt, bietet Alice ihm ihre Hilfe an. Zur gleichen Zeit vermisst die frisch verheiratete Lily in London ihren Ehemann, und sie ist sicher, dass ihm etwas zugestoßen sein muss. Doch wie hängt all dies mit den Geschehnissen im Sommer 1993 zusammen? Jenem Sommer, der mit einem tragischen Ereignis endete, das auch jetzt, in der Gegenwart, noch weitreichende Konsequenzen hat. 

Rezension:

Alice Lake ist 41 Jahre alt und alleinerziehende Mutter von drei Kindern von drei verschiedenen Vätern. Auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit ist sie immer wieder an die falschen Männer geraten. Als sie am Strand vor ihrem Cottage in Ridinghouse Bay, einen verwirrten Mann im Regen findet, nimmt sie den Fremden, den ihre jüngste Tochter "Frank" tauft, in ihr Gartenhaus auf. Er hat weder Papiere noch Geld bei sich und kann sich an nichts mehr erinnern. Bald bekommt er jedoch ein Gefühl dafür, dass er nicht zufällig in diesem Ort an der Nordsee gestrandet ist. Bruchstückhaft kehren Erinnerungsfragmente daran zurück, dass er jemanden verletzt, gar getötet haben könnte. Er weigert sich, zur Polizei zu gehen und wider aller Vernunft lässt ihn Alice weiterhin bei sich wohnen. 

Parallel zu den Ereignissen in Ridinghouse Bay vermisst die 21-jährige Lily Monrose ihren Ehemann Carl, der nach der Arbeit nicht nach Hause gekommen ist. Die beiden sind frisch verheiratet und Lily, die erst nach der Hochzeit von Kiew nach London gezogen ist, kennt ihren Mann eigentlich kaum. Carl hat seine deutlich jüngere Ehefrau vergöttert, weshalb Lily davon ausgeht, dass ihm etwas Schlimmes passiert sein muss. Als sie bei der Polizei eine Vermisstenanzeige aufgibt, findet diese heraus, dass Carls Reisepass gefälscht ist und dass es keinen Mann namens Carl John Robert Monrose gibt. Lily gibt nicht auf und die Suche nach ihrem Ehemann führt sie nach Ridinghouse Bay, wo vermutlich seine Mutter wohnt. 

22 Jahre zuvor sind Gray und Kirsty mit ihren Eltern im Sommerurlaub in Ridinghouse Bay. Dort begegnen sie dem 19-jährigen Mark, der Kirsty fortan umgarnt. Während Grays Eltern den jungen Mann als charmant empfinden, hat Gray kein gutes Gefühl dabei, dass sich der junge Mann für seine noch kindlich wirkende 15-jährige Schwester interessiert. 

Der Roman erzählt drei Handlungsstränge, die sich abwechseln. Der Roman wird dadurch jedoch nicht verwirrend, sondern unheimlich packend, da jede Erzählung für sich auf ihre Weise spannend ist und man als Leser ab der Hälfte des Romans ahnen kann, wie alle Teile miteinander in einem Zusammenhang stehen könnten. 

Nach und nach lüften sich die Geheimnisse und die dramatischen Wendungen lassen fast jedes Kapitel mit einem Cliffhanger enden, dass man gefangen in der Geschichte unwillkürlich weiterlesen muss, bis der unter dem Fugue-Syndrom leidende "Frank", Alice und Lily das Mysterium lösen können. 
Die Handlung im Jahr 1993 wirkt dabei wie ein Psychothriller und lässt durch den undurchsichtigen Charakter Mark Schreckliches befürchten. 

"Der Fremde am Strand" hat mich von der ersten Seite an gepackt. Es ist ein äußerst raffinierter Roman, der parallel mehrere Handlungen erzählt, bei denen der Leser jedoch stets einen roten Faden erkennen kann und die am Ende ein sinnvolles Ganzes ergeben. Durch die unterschiedlichen Schauplätze und Ausgangssituationen ist die Geschichte sehr abwechslungsreich erzählt und überzeugt nicht nur durch einen enormen Spannungsbogen, sondern auch durch authentische, einzigartige Charaktere. 

Dieser Roman hat mir richtig gut gefallen und mich neugierig auf weitere Bücher von Lisa Jewell gemacht. 




Montag, 16. April 2018

Buchrezension: Stina Lund - Preiselbeertage

Stina Lund

Preiselbeertage


Inhalt: 

Schweden: Das ist für Ariane das Land ihrer Kindheit, das Land mit dem roten Holzhaus ihrer Eltern am See, das Land der Preiselbeeren. Aber auch das Land, in dem sie nie wirklich zu Hause war, anders als ihre pragmatische Mutter und die lebensfrohe Schwester Jolante.
Seit Jahren war Ariane nicht mehr in Schweden. Gleich nach der Schule ist sie nach Deutschland ausgewandert, die ursprüngliche Heimat ihrer Eltern. Die waren nach der Wende aus der DDR nach Småland gezogen und sprachen nur selten von ihrem alten Leben.
Dann bekommt Ariane die Nachricht vom plötzlichen Tod ihres Vaters - und von einem Manuskript, das er ihr vererbt hat. Doch das scheint spurlos verschwunden. Gegen jede Vernunft geht Ariane zurück nach Schweden und hofft, dort endlich herauszufinden, wohin ihr Herz gehört.

Rezension:

Ariane lebt seit elf Jahren in Leipzig, dem Herkunftsort ihrer Mutter Ina und wo auch ihre Großeltern Margarethe und Benno, zu denen sie ein sehr enges Verhältnis hat, und arbeitet dort als Bild- und Videoredakteurin beim MDR. Als ihr Vater Jörg plötzlich stirbt, kehrt sie nach all den Jahren nach Schweden zurück, um neu anzufangen. Zu ihrer Mutter Ina ist das Verhältnis unterkühlt und auch ihrer jüngeren Schwester Jolante fühlte sie sich nie eng verbunden. Jörg hat seinen Töchtern laut Testament ein Manuskript vermacht, das jedoch nicht auffindbar ist. Ina gibt sich ahnungslos, doch Ariane lässt nicht locker. Sie möchte endlich wissen, warum sie sich in Schweden nie heimisch gefühlt hat und ob das Manuskript ihr Aufschluss geben kann. 

"Preiselbeertage" ist eine Familiengeschichte, die in der Gegenwart überwiegend in Söderby in Schweden spielt. In Rückblenden erfährt man, was sich Ende der Achtzigerjahre vor der Wende in Leipzig abgespielt hat und wie es dazu kam, dass Ina und Jörg als Republikflüchtlinge in Schweden ein neues Leben angefangen haben. 

Die ganze Familie, aber insbesondere die Frauen, haben - geprägt von einem kommunistischen Staat mit wenig Freiheiten und in ständiger Angst vor Stasi und Bespitzelung - Schicksalsschläge verkraften müssen, die das Verhältnis zueinander nachhaltig erschüttert haben.   

Ariane ist in einer Familie aufgewachsen, in der nicht viel miteinander gesprochen wurde. Während sie sich mit Jörg gut verstanden hat, war die Verbindung zu ihrer Mutter stets distanziert, fast lieblos. 

Die Geschichte wirkt nicht nur durch die gut gezeichneten Charaktere, sondern auch durch die historischen Fakten der deutschen Geschichte, authentisch. Schmerz, Enttäuschung und Verbitterung sind nachvollziehbar dargestellt und als Leser begreift man schnell, dass in der Familie vor allem durch Verdrängung und Schweigen sowie dem Verfall in Opferrollen einiges im Argen liegt. Der Tod von Jörg und das Manuskript, für das er bereits einen Verleger gefunden hatte, sind eine Chance um das Schweigen zu brechen und die Geheimnisse der Vergangenheit auf den Tisch zu legen, um gemeinsam neu anzufangen. 

Auch wenn die Geschichte in Teilen vorhersehbar ist und an mancher Stelle nur oberflächlich bleibt, hat mir die emotionale Familiengeschichte, eingebettet in die deutsch-deutsche Geschichte, und vor allem auch bildhafte Beschreibung von Schweden und seiner Natur gut gefallen. 



Samstag, 14. April 2018

Buchrezension: Imogen Hermes Gowar - Die letzte Reise der Meerjungfrau: oder wie Jonah Hancock über Nacht zum reichen Mann wurde

Imogen Hermes Gowar

Die letzte Reise der Meerjungfrau: oder wie Jonah Hancock über Nacht zum reichen Mann wurde


Inhalt:

Ein Wunder, raunen die einen. Betrug, rufen die anderen. Für den Kaufmann Jonah Hancock zählt nur eines: Die Meerjungfrau, die sein Kapitän aus Übersee mitgebracht hat, versetzt ganz London in Staunen. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Kunde in den Kaffeehäusern, Salons und Bordellen der Stadt. Jonah steigt in die obersten Kreise der Gesellschaft auf und verkauft seine Meerjungfrau schließlich für eine schwindelerregende Summe. Nur die Gunst der Edelkurtisane Angelica Neal bleibt unerschwinglich für ihn, denn als Beweis seiner Liebe fordert Angelica eine eigene Meerjungfrau. Jonah setzt alles daran, ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Doch Wunder haben einen hohen Preis.

Rezension: 

"Denn eine Meerjungfrau ist ein höchst unnatürliches Wesen und ihr Herz ohne Liebe."

1785 erhält der verwitwete Kaufmann Jonah Hancock von seinem Kapitän ein Mitbringsel aus Übersee: eine tote Kreatur, seiner Ansicht nach nach eine Meerjungfrau, die er gegen ein Schiff eingetauscht hat. Der Kapitän ist überzeugt davon, dass Hankock mit ihr ein Vermögen machen kann. Hankock ist kein Schausteller, da die Geschäfte aber ohnehin schlecht laufen, macht sich Hankock die Neugier und Faszination der Londoner Gesellschaft zu nutze und vermarktet die "Meerjungfrau" gewinnbringend in einem Kaffeehaus. Die Meerjungfrau wird in London zu einer Sensation. 

Mrs. Chapell, die Inhaberin eines florierenden Bordells, wird auf das Spektakel aufmerksam und mietet die "Meerjungfrau", um Kunden in ihr Etablissement zu locken. Hankock ist entsetzt über das Treiben in dem Bordell und hält den Ort nicht für den richtigen Platz für seine Meerjungfrau, weshalb er sie für eine große Summe verkauft. Über Mrs. Chapell lernt Hankock die Kurtisane Angelica kennen und verliebt sich in sie. Angelica hält sich trotz ihres Status als "Hure" für etwas Besseres und verlangt von Hankock eine eigene Meerjungfrau. 
Unerwartet kehrt Hankocks Kapitän im Gegensatz zu der grotesken ersten Variante mit einer lebendigen Meerjungfrau zurück, die dann in einer unterirdischen Grotte gefangen gehalten wird. 

Der Roman spielt Ende des 18. Jahrhunderts im georgianschen London und ist wirklich originell geschrieben. In einer sehr bildhaften Sprache die Imogen Hermes Gowar die damalige Zeit und die Vielfalt der skurrilen Personen näher. 
Für meinen Geschmack waren die Beschreibungen von Örtlichkeiten und Personen allerdings zu detailreich und überzogen, dass sie eine Handlung überlagerten und den Roman sehr in die Länge gezogen haben. 

"Sein Atem stinkt so faulig wie ein Fliegenschrank mit einer lang vergessenen Scheibe Speck drin. [...] An diesem Mann stinkt nicht nur der Mund, auch seine Kleider, nach Spülwasser und saurer Milch, nach der Bratensoße einer Pastete, die ihm aufs Hemd gespritzt ist, und sein Körper riecht so abstoßend wie ein Tier, das zu lange in einem winzigen Bau gelebt, sich im eigenen Schweiß und Dreck gewälzt hat."

Auch die Dialoge der Damen in dem Etablissement empfand ich als zu langweilig und für die Handlung nicht förderlich. 
Hankock ist ein eher blasser Charakter, während die Frauen überwiegend unsympathisch dargestellt werden. So fällt es schwer, sich auch nur in irgendeine der Personen hineinzuversetzen. 
Ich fand es allerdings interessant zu lesen, dass sich die Kurtisanen als "Schwestern im Dienste der Venus" freier fühlten, als sie es als Ehefrau gewesen wären. So wollte Angelica niemals nur "'Frau von' und 'Tante von', später dann 'Mutter von' sein."

"Die letzte Reise der Meerjungfrau" ist ein außergewöhnlicher Roman abseits des Mainstreams, der einerseits faszinierend, aber andererseits anstrengend zu lesen ist. Die Stimmung ist zunächst überschwänglich, das historische Treiben sehr lebhaft beschrieben. Die Atmosphäre wird im Verlauf aber zunehmend melancholischer. 
Die Autorin ist eine fantastische Erzählerin, so dass man sehr anschaulich in das London der damaligen Zeit eintauchen kann und das Flair einer Stadt Ende des 18. Jahrhunderts spürt. Inhaltlich überzeugte mich der Roman um Prostitution, die Situation der Freudenmädchen in den Bordellen und einschlägigen Etablissements, die sich gezwungen sehen, für ihren Lebensunterhalt ihren Körper zu verkaufen nicht ganz. Die Autorin verliert sich für mich in zu vielen Details,weshalb mir ein roter Faden fehlte. Zudem wurde die Rolle der Meerjungfrau, die nur als Symbol für das gierige und rücksichtslose Streben nach mehr der Menschen steht, dem Titel nicht gerecht. 



Freitag, 13. April 2018

Buchrezension: Nina Laurin - Escape - Wenn die Angst dich einholt

Nina Laurin
Escape - Wenn die Angst dich einholt


Inhalt: 

Eigentlich hat Laine Moreno längst aufgegeben. Seit zehn Jahren versucht die 23-Jährige zu vergessen, was man ihr angetan hat: Wie sie als Kind entführt und drei Jahre lang missbraucht wurde, bis ihr hochschwanger die Flucht gelang. Dass man ihren Peiniger nie gefasst hat, weil sie sich nicht erinnern konnte. Dass ihre Tochter zur Adoption freigegeben wurde.
Doch als Laine eines Tages an einem Vermisstenplakat vorbeistolpert, starrt ihr die Vergangenheit mitten ins Gesicht: Die Gesuchte – Olivia Shaw, 10 Jahre alt – ist praktisch ihr Ebenbild. Um Olivia zu retten, muss Laine sich ihren Dämonen stellen – und einer Wahrheit über die Entführung, die sie zerstören könnte. 

Rezension: 

Ella Santos wurde als Zehnjährige entführt und drei Jahre festgehalten. Als sie schwanger ist, gelingt ihr die Flucht. Sie bringt das Baby zur Welt, das unmittelbar zur Adoption frei gegeben wird, zu ihrem Entführer kann sie kaum Angaben machen. Das Verbrechen konnte nicht aufgeklärt werden und Ella trotz ihrer neuen Identität als Laine Moreno und Aufenthalt in einer Psychiatrie den Aufenthalt bei ihrem Peiniger nie verarbeiten. 
Als ein Mädchen entführt wird, das ihr gleicht, fühlt sie sich nicht nur an ihre eigene Entführung erinnert, sondern ihr wird bewusst, dass es sich bei der zehnjährigen Olivia Shaw um ihre Tochter handelt. Auch wenn Laine keinerlei Gefühle für das Kind hat und es keine Beweise gibt, dass es sich bei ihrem Entführer um den Täter von damals handelt, möchte sie zur Aufklärung des Verbrechens beitragen und mischt sich in die Ermittlungen ein, als sie feststellt, dass es sich bei dem Kriminalkommissar Sean Ortiz um den Polizisten handelt, der sie vor zehn Jahren völlig verstört gefunden hat. 

Laine ist keine sympathische Protagonistin. Man erlebt sie in ihrem Sumpf aus Medikamentenmissbrauch, Drogenbeschaffung und Suizidgedanken. Mir fiel schwer, sie als Opfer zu sehen, da mir ihre wirren Gedankengänge und ihr impulsives Handeln kaum nachvollziehbar waren. 
Das Hauptaugenmerk des Thrillers liegt auf Laines kaputtem physischen und psychischen Zustand und weniger auf der Entwicklung eines spannenden Plots. Auch wenn der leitende Ermittler Ortiz eine der Hauptpersonen ist, erfährt man als Leser nichts über die Ermittlungen zur Aufklärung der Entführung. Auch gibt es keine Perspektive des Täters, wie sie häufig in anderen Thrillern genutzt wird oder Erinnerungen von Laine an ihre Entführung, um das Grauen des Verbrechens eindringlicher darzustellen. So kam für mich nur wenig Spannung auf und auch der so typische "Psycho-Nervenkitzel" fehlte mir bei diesem Thriller.  
Den Untertitel "Wenn die Angst dich einholt" empfinde ich deshalb als falsch gewählt. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass Laine ängstlich ist, vielmehr wirkte sie emotionslos, was aber auch der Betäubung durch die Medikamente geschuldet sein könnte. Die weiteren Charaktere wie Ortiz oder die Mutter der entführten Olivia wirkten aufgesetzt und unglaubwürdig. 
Ich hatte mir erhofft, dass der Schwerpunkt des Romans auf der Entführung und auf den traumatischen Erfahrungen von Ella bzw. Laine gelegt wäre und nicht auf den Beschreibungen ihrer Drogentrips und ihres Selbsthasses. Die Auflösung des Verbrechens hat mir wiederum gut gefallen, da diese für mich so nicht in Gänze vorhersehbar war. 



Donnerstag, 12. April 2018

Produkttest: NIVEA Body Mousse

NIVEA
Body Mousse

Als NIVEA-Botschafterin darf ich die neuen NIVEA Body Mousses mit cremig-weicher Textur und 48-Stunden-Tiefenpflege testen, die seit Januar dieses Jahres im Handel erhältlich sind. 
Das Projekt findet in zwei Teams statt: eines testet die klassischen Varianten, während das andere Team die spritzigen Special Editions testen darf. Ich wurde für die Klassiker "Reichhaltige Pflege" bzw. "Samtweiche Pflege" ausgewählt. 



Produktbeschreibung:

Damit das Eincremen noch genussvoller wird, hat NIVEA etwas Neues entwickelt: Ein feines und gleichzeitig cremiges Body Mousse. Es lässt sich leicht auftragen, verschmilzt schnell mit der Haut und hinterlässt ein lang anhaltendes leichtes, geschmeidiges Hautgefühl. 

Die einzigartige, cremig-weiche Textur fühlt sich federleicht an und schmilzt angenehm auf der Hautoberfläche. Dank innovativer Aerosol-Technologie bewahrt das Mousse seine feine, luftige Textur beim Verteilen auf der Haut. 
Das Mousse zieht schnell ein und versorgt die Haut 48 Stunden lang mit Feuchtigkeit – dank des neuen Tiefenpflegeserums. 
Besondere Inhaltsstoffe und wertvolle Öle pflegen intensiv – für ein spürbar geschmeidigeres Hautgefühl gleich nach der ersten Anwendung. 

Erhältlich ist das Mousse in zwei klassischen Varianten als „Reichhaltige Pflege“ und „Samtweiche Pflege“ sowie als Special Edition mit zwei frischen Duftmischungen: „Cucumber Touch + Matcha Tea“ und „Wild Raspberry + White Tea“. 

Sanft



Das neue samtweiche NIVEA Body Mousse Samtweiche Pflege ist angereichert mit dem NIVEA 48h-Tiefenpflegeserum und Shea-Butter. Die luftig-leichte Textur ist einfach aufzutragen, zieht schnell ein und verleiht Ihrer Haut intensive Feuchtigkeit. Für ein luftig-leichtes Hautgefühl. 

Intensiv



Das neue NIVEA Body Mousse Reichhaltige Pflege ist angereichert mit dem NIVEA 48h-Tiefenpflegeserum und wertvollem Mandelöl. Die cremige Textur ist einfach aufzutragen, zieht schnell ein und verleiht Ihrer Haut intensive Feuchtigkeit und ein spürbar geschmeidigeres Hautgefühl.

Fruchtig
Das neue, cremige NIVEA Body Mousse Wild Raspberry & White Tea vereint den verwöhnenden Duft von wilder Himbeere und weißem Tee mit dem NIVEA 48h-Tiefenpflegeserum. Die luftig-leichte Textur ist einfach aufzutragen, zieht schnell ein und ist ein köstlicher Genuss für die Haut. 

Frisch 
Das neue, cremige NIVEA Body Mousse Cucumber Touch & Matcha Tea vereint den erfrischenden Duft von Gurke und Matcha Tee mit dem NIVEA 48h-Tiefenpflegeserum. Die luftig-leichte Textur ist einfach aufzutragen, zieht schnell ein und verleiht Ihrer Haut intensive Feuchtigkeit. 

Produkttest:

Ich verwende täglich nach dem Duschen eine feuchtigkeitsspendende Bodylotion, die im Winter gerne reichhaltig cremig und im Sommer auch leichter sein darf.  
Neben der Pflegewirkung ist mir aber auch ein angenehmer Duft wichtig, den man gerne den ganzen Tag um sich spüren kann. 

Die beiden Body Mousses von NIVEA, die ich teste, duften parfümiert, erinnern aber leider nur entfernt an den typischen wohlbekannten Duft der NIVEA-Creme, der klassisch cremig riecht.
Die Dose wird geschüttelt, die Mousse auf die Hand gegeben und anschließend auf dem gesamten Körper verteilt. Das fluffige Mousse fühlt sich weich an und lässt sich gut verteilen. Eine Dosierung ist allerdings kaum möglich. Für meinen Geschmack kommt zu viel Mousse auf einmal, das es dann zu verteilen gilt. Auf diese Weise wirkt diese Körperpflege sehr ergiebig, ob die Dose tatsächlich lange hält, wird sich zeigen.  
Wenn man das großzügige Mousse erst einmal verteilt hat, zieht es gut ein und hinterlässt kein klebriges Gefühl auf der Haut. Nach dem Eincremen kann man sich unmittelbar anziehen, ohne Angst vor Flecken auf der Kleidung zu haben. 

Ich bin schon kein begeisterter Anhänger von Duschschäumen und so ist es auch mit den Body Mousses. Sie sind nicht schlecht, aber die klassischen Bodymilks und Pflegelotions von NIVEA sind mir dennoch lieber. Sie lassen sich genau dosieren und hinterlassen ein intensiv gepflegteres Gefühl auf der Haut. 

Die Body Mousse von NIVEA ist in ihren verschiedenen Varianten (200 ml) ab 3,75 € im Handel erhältlich. 

Mittwoch, 11. April 2018

Buchrezension: Claire Winter - Die geliehene Schuld

Claire Winter

Die geliehene Schuld


Inhalt: 

Berlin, Sommer 1949: Die Redakteurin Vera Lessing hat während des Zweiten Weltkrieges ihre Eltern und ihren Mann verloren. Sie will vor allem eines – die traumatischen Erlebnisse für immer hinter sich lassen. Doch als ihr Jugendfreund und Kollege Jonathan auf mysteriöse Weise ums Leben kommt, wird sie unweigerlich in seine Arbeit hineingezogen. Jonathan hat Recherchen über ehemalige Kriegsverbrecher betrieben. Gleichzeitig stand er im persönlichen Kontakt mit einer jungen Frau namens Marie Weißenburg, eine Sekretärin im Stab Konrad Adenauers. Vera geht den Spuren nach, die sie bis in die mächtigen Kreise der Geheimdienste führen.

Rezension:

1949 ist der Weltkrieg seit vier Jahren vorbei, Deutschland von den Alliierten besetzt und seht vor der Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Die Journalistin Vera Lessing hat im Krieg ihren Mann und ihre Eltern verloren und in ihrem Kollegen Jonathan Jacobsen bei der Zeitung "Echo" einen guten Freund gewonnen. Als dieser während seiner Recherchen zu Flüchtlingsrouten in Europa einen tödlichen Verkehrsunfall erleidet, ist Vera zunächst schockiert, möchte jedoch seine Arbeit fortsetzen. Die wird dabei immer wieder behindert, sogar körperlich bedroht und ihr wird klar, dass der Tod von Jonathan kein Unfall war. Alte Seilschaften der Nationalsozialisten sind immer noch aktiv und arbeiten mitunter sogar mit den Alliierten zusammen. Vera setzt alles daran, herauszufinden, welchen Skandal oder welchem Verbrechen Jonathan auf der Spur war und wer die Aufdeckung zu unterbinden wusste. 

Der Roman springt abschnittsweise einige Monate zurück in das Jahr 1948, als Jonathan mit seinen Recherchen begann und dabei Marie Weißenburg kennenlernte. Maries Vater, der unter den Nationalsozialisten im Reichssicherheitshauptamt gearbeitet hat, ist im Krieg gefallen. Die Familie ist von Berlin nach Köln geflohen, wo Marie nun mit ihrer Mutter und ihren beiden Brüdern wohnt. Sie ist gelernte Sekretärin und bekommt aufgrund ihrer guten Leistungen eine Anstellung bei dem Parlamentarischen Rat in Bonn. Marie hatte sich bisher nicht für Politik interessiert, aber als sie erfährt, dass ein Kollege ihres Vaters bei den Nürnberger Prozessen angeklagt ist, beginnt sie zu hinterfragen, was die Tätigkeit ihres Vaters war und weshalb in ihrer Familie nicht darüber gesprochen wird.

"Die geliehene Schuld" ist ein authentisches Familiendrama, das im Nachkriegsdeutschland mit Wiederaufbau und Entnazifizierung spielt und sich wie ein spannender Krimi liest. Es ist eine fiktionale Geschichte, die jedoch auf historischen Fakten beruht. Sehr eindringlich spürt man, wie sich die Menschen nach 1945 gefühlt haben: Hinterbliebenem die um ihre gefallenen Angehörigen trauern, politisch und religiös Verfolgte, die überlebt haben und traumatisiert sind, mit der Vergangenheit abschließen wollen oder einen nachvollziehbaren Hass auf "die Deutschen" verspüren. Altnazis, die sich ihre gerechten Strafe entziehen möchten und skrupellos versuchen, ihre eigene Haut zu retten. Es gibt Menschen, die ihre Taten bereuen und andere, die die Gräueltaten verdrängen möchten und Menschen, in denen das nationalsozialistische Gedankengut fest verhaftet ist und die dem Führerstaat nachtrauern.

In beiden Handlungssträngen, 1948 und 1949, spielen mutige Frauen eine Hauptrolle, die Dinge hinterfragen und für die Wahrheit ihre Leben aufs Spiel setzen. Durch immer neue Details, die während der Recherchen bekannt werden, bleibt der Roman, der neben dem dramatischen Kriminalfall noch eine zarte Liebesgeschichte enthält, spannend bis zum Schluss. 

"Die geliehene Schuld" ist ein sehr gelungenes Werk über deutsche Kriegsverbrechen und Entnazifizierung und die Herausforderungen des noch jungen Deutschlands wenige Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs, der alles andere als trocken ist, sondern durch sympathische Charaktere und deren persönliche Lebensgeschichten und berührenden Schicksale überzeugt. 

Wie bereits "Die verbotene Zeit" hat mir auch dieser zeitgeschichtliche Roman von Claire Winter sehr gut gefallen. 





Montag, 9. April 2018

Buchrezension: Glenn Dixon - Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand: Eine wahre Geschichte

Glenn Dixon

Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand: Eine wahre Geschichte


Inhalt:

Glenn Dixon lebt als Highschool-Lehrer in Kanada und nimmt jedes Jahr in der Abschlussklasse "Romeo und Julia" durch. Als er sich von Claire, seiner großen Liebe, betrogen sieht, verlässt er das Land und geht auf Reisen. Im italienischen Verona, vor dem berühmten Balkon, stößt er auf den Club der Julias: eine Gruppe von Frauen, die Tausende von Briefen beantworten, die jedes Jahr dort ankommen. Er wird der erste Mann in der langen Geschichte des Clubs der Julias. Durch die Auseinandersetzung mit all den Geschichten und Fragen erkennt er, dass die Briefe Leben verändern können – auch sein eigenes.

Rezension:

Glenn Dixon ist Englischlehrer in Kanada und behandelt jedes Jahr Shakespeares Stück "Romeo und Julia" in seiner Abschlussklasse. Er ist verliebt in Claire, hat ihr aber seine Liebe nie gestanden. Diese ist deshalb immer nur von einem rein freundschaftlichen Interesse seinerseits ausgegangen und hat sich auf einen anderen Mann eingelassen, von dem sie nun schwanger ist. 

Glenn ist enttäuscht von Claire und kehrt zurück nach Verona, wo er einen Sommer zuvor bereits als Sekretär im "Club der Julias" gearbeitet hat, um Briefe zu beantworten und selbst Antworten auf die Fragen der Liebe zu finden. 

"Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand" ist ein autobiographischer Roman, der dreiteilig aufgebaut ist. Glenn Dixon beschreibt seine beiden Aufenthalte in Verona, wie er als einziger Mann im "Club der Julias" arbeitete und sich dabei an seine Beziehung zu Claire erinnert. Weiterhin beschreibt er die Unterrichtsstunden in Kanada und wie er den Schülern begeistert und sehr lebhaft das jahrhundertealte Drama "Romeo und Julia" nahe bringt. 

Es ist ein Roman, in der die schmerzhafte Liebe eine zentrale Rolle spielt und in welcher die Geschichte von "Romeo und Julia" als sehr anschauliches Beispiel dafür dient. Es ist kein spannungsgeladener Roman, sondern vielmehr Dixons Verarbeitung seiner zerbrochenen Liebe zu Claire. Mutig kündigt er seine Tätigkeit als Lehrer, verlässt sein Heimatland, um nach Verona zurückzukehren. Dort wandelt er auf den Spuren von "Romeo und Julia", wodurch sich auch der Leser intensiv mit dem Drama auseinandersetzen kann und sich durch die detaillierten Beschreibungen der Stadt und der (Original-)schauplätze des Stückes in das italienische Flair der Stadt Verona versetzt fühlt. 
Es ist ein eher philosophischer Roman über die Liebe statt einer temporeichen Erzählung, ein Buch für Romantiker und alle unglücklich Verliebten, der Hoffnung auf einen Neuanfang und das Finden der wahren Liebe macht. Mich konnte aber insbesondere das neue Liebesglück des Autors nicht emotional bewegen. So liest sich der Roman etwas dröge.